Caritas- Kinder- und Jugendheim Rheine Wohngruppe Impuls
29. Oktober 2017
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Caritas-Kinder- und Jugendheim Rheine – Wettringen

Jetzt erst recht...

Caritas- Kinder- und Jugendheim Rheine Wohngruppe Grüne Villa in Wettringen

Unsere Jakobsweg: Flensburg – Hamburg | Deutschland
 

INFOS

EINRICHTUNG
Caritas- Kinde- und Jugendheim Wohngruppe Grüne Villa

TEILNEHMERKREIS
5 Jugendliche und 2 Betreuer

DATUM
08.04. – 12.04.2017

LAND
Deutschland

STRECKE
Flensburg – Hamburg

STATIONEN
Flensburg – Rendsburg – Neumünster – Hamburg

FORTBEWEGUNGSART
Fahrrad

 

UNSER CREDO

Bange machen gilt nicht...

 
 
 

UNSERE ERFAHRUNG

Anfang April 2017 war es für uns so weit. Wir sollten ein Teil von „In Bewegung sein“ werden bzw. ein Teilstück übernehmen – von Flensburg im hohen Norden bis in die Hansestadt Hamburg.
Wir, das heißt 5 Jugendliche und zwei BetreuerInnen der Wohngruppe „Grüne Villa“ des Caritas-Kinder- und Jugendheimes in Rheine.
„In Bewegung sein“… „Jakobsweg“ … „quer durch Deutschland“ … „Teil eines großen Projektes“…? Viele Fragen – viele Antworten.
„Wir sind dabei!“ Die Mannschaft ist motiviert. Lange Radtouren sind bekannt: am Rhein entlang, das Jakobsweg-Projekt im Caritas-Kinder- und Jugendheim 2013 oder vom Münsterland bis nach Berlin als Ferienmaßnahme.

Die Fahrräder sind gecheckt, das Gepäck regensicher verstaut und die Route ist bekannt. Zuerst mit der Bahn zum Ausgangspunkt der Tour, in die Heimat der Wikinger, nach Flensburg… „…meine sehr geehrten Damen und Herren, aufgrund von technischen Problemen in einem Stellwerk können wir die Fahrt leider nicht fortsetzen.“ 14 km von zuhause entfernt. Es gibt erstmal kein Weiterkommen. Das ist ja ein „toller“ Start für unser Projekt. Alles auf Anfang – Neustart nach einer Übernachtung im eigenen Bett.
Auf ein Neues. „Bange machen gilt nicht“ oder „Jetzt erst recht!“

Neuer Zielbahnhof: Rendsburg. Diesmal klappt es auch mit uns, der Deutschen Bahn und deren Stellwerken. Die Strecke vom Bahnhof bis zur Unterkunft ist ein erstes Warm-Fahren. Gegen Mittag können wir einchecken, Betten beziehen und den Süßigkeiten-Automaten in Augenschein nehmen. Der restliche Tag wird in Rendsburg-City verbracht: Stadt anschauen, bummeln und ein Eis sitzt auch noch drin. Und da – ein erster Hinweis auf den „Ochsenweg“ – unsere Strecke Richtung Hamburg. Heute ein ausgeschilderter Radweg – seit dem Mittelalter eine viel genutzte Pilger- und Handelsroute.
Nach einem guten Frühstück geht’s am Montagmorgen endlich auf die Räder. Vorher noch die Satteltaschen montiert und die Helme festgezurrt. Moment mal! Was ist denn jetzt schon wieder? Ein morgendlicher Impuls, Gedanken zum Tag, …zur Tour. Was heißt es unterwegs zu sein, in Bewegung zu sein, auf meinem „Lebens-Weg“? Was bedeutet es für mich persönlich, wenn ich ausgebremst werde? Musste ich in meinem Leben auch schon mal einen „Neu-Start“ vornehmen? – „Bange machen gilt nicht“ oder „Jetzt erst recht“?!

Nun aber los. Der Weg wartet auf uns. Von Rendsburg nach Neumünster. Und da taucht auch das für uns zielgebende Zeichen auf: die gelbe Muschel auf blauem Grund, die Jakobsmuschel. Und weiter geht´s. Mittagessen bei einer großen Discounter-Kette mit dem berühmten „A--i-Burger“ (Brötchen, Heißwurst und Gurke). Gestärkt, weiter Richtung Neumünster. Gut durch- und angekommen.
Eine herzliche Begrüßung an der Jugendherberge. Dann die bekannte Reihenfolge: einchecken, Betten beziehen, Lage peilen, ein gutes Abendessen genießen und dann relaxen. Morgen steht die Zieletappe nach Hamburg an. Bevor es am Morgen wieder aufs Rad geht… etwas zum darüber Nachdenken:
Ausdauer ist gefragt, die Kräfte gut einteilen. Mal geht es bergab und mit Rückenwind, es läuft fast von alleine. Mal muss ich mich tüchtig abstrampeln, das gesetzte Ziel rückt in weite Ferne. Ich komme an meine Leistungsgrenze. Streckenweise holprig mit Schlaglöchern oder angenehme Wegstrecken mit gemütlichen Rastplätzen. Umleitungen und Abkürzungen! Aber das Beste ist, ich bin nicht allein unterwegs. Ich habe Begleiter, die mich unterstützen, mich anfeuern und mitziehen. Die mir wieder „hoch“ helfen und mir den rechten Weg zeigen. Parallelen zwischen der realen Rad-Tour und dem “Lebens-Weg“.

Die Wegbeschreibung mit der Karte abgleichen. Hinweisschilder beachten und Markierungen mit der „Muschel“ oder dem „Ochsenkopf“ im Auge behalten. Richtung Hamburg. Wasser und Verpflegung ist gebunkert. Wer gut Fahrrad fährt, muss auch gut versorgt sein. Kilometer um Kilometer unserem Ziel immer näherkommen. Es ist geschafft: 106 km. Das gelbe Stadteingangs-Schild HANSESTADT HAMBURG. Durch das Gewusel der Großstadt bis zu unserer Unterkunft: Jugendherberge Hamburg Horn. Bevor es am übernächsten Tag mit dem Zug wieder Richtung Heimat geht, ist noch Sightseeing inklusive Hafenrundfahrt angesagt.

Ach ja, und wie auf all unseren Touren wird in einer Kirche eine Kerze angezündet. Als Dankeschön und Erinnerung an eine gelungene und sichere Fahrt. Leider war es uns nicht vergönnt, die gesamte Strecke von Flensburg nach Hamburg in einer großen Tour zu bewerkstelligen.
Aber das ausstehende Stück von Flensburg bis nach Rendsburg werden wir nachholen.

Versprochen! Großes Indianer-Ehrenwort…ääh großes Wikinger-Ehrenwort. Wir werden noch mal „in Bewegung sein“.
 

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