JUGENDHILFEZENTRUM DER CUSANUS – WEHRBORN – AACH
2. September 2019
JUGENDHILFE DER CUSANUS – AACH – WEHRBORN
8. August 2019
"Wenn alle zusammenhalten, kommt der Erfolg von ganz allein."

KLEINER MUCK VON BONN - LEO-LIONNI-HAUS UND HIP

Unser Jakobsweg: Montverdun – Mountbrison – Usson-en-Forrez – Le Puy-en-Velay
 

INFOS

EINRICHTUNG
Kleiner Mucke V. Bonn Leo-Lionni-Haus und Hip

TEILNEHMERKREIS
11 Kinder und Jugendliche der stationären Jugendhilfe
+ 7 Kinder und Jugendliche aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit
+ 5 Pädagogen

DATUM
18.08. – 25.08.2019

LAND
Frankreich

STRECKE
Montverdun – Mountbrison – Usson-en-Forrez – Le Puy-en-Velay

KILOMETER
120 KM

FORTBEWEGUNGSART
zu Fuß

 

UNSER CREDO

Wenn alle zusammenhalten, kommt der Erfolg von ganz allein!
 
 
 

UNSERE ERFAHRUNG

Anfahrt und 1. Nacht:  Die Fahrten werden nun immer länger. Am ersten Abend sind wir ganz schön spät in der Unterkunft angekommen. Es ist ein altes Kloster, wo heute Pilger schlafen können. Es liegt auf einem Berg und man hat eine richtig gute Aussicht auf die Berge und Dörfer drumherum. Einige Kinder waren schon viel früher als wir da. Ich habe mich sehr gefreut alle zu treffen. Die meisten sind letztes Jahr schon einmal dabei gewesen. Das Essen am Abend war sehr lecker. Dabei gewitterte es richtig heftig und es regnete so sehr, dass draußen alles unter Wasser stand. Wir mussten nach dem Essen spülen. Nach dem Zähneputzen haben wir uns alle in einen großen Saal zum Schlafen gelegt. Wir haben noch lange gequatscht und sind nicht so schnell zum Schlafen gekommen. Wo wir fast alle eingeschlafen waren,kam das nächste Gewitter. Es hat bei uns ein Blitz eingeschlagen und den Feueralarm ausgelöst. Alle haben sich erschreckt und einige Kinder haben sogar geweint. Sie wollten dann wieder nach Hause. Der Alarm ging ganz lange und es musste die Feuerwehr kommen. Als der Alarm dann endlich aus war sind wir sehr schnell eingeschlafen.

1. Tag: Wir waren alle noch richtig müde. Die letzte Nacht war einfach zu kurz. Aber die Stimmung ist gut in der Gruppe. Beim Frühstück wird der Vorfall der Nacht noch einmal besprochen. Als wir dann endlich alles verladen haben freuten sich alle, dass es losging. Nach dem Lied "Möge die Straße uns zusammen führen" sind wir losgepilgert. Heute hatten wir einen ruhigen Tag. Unterwegs habe ich mich mit vielen Freunden unterhalten. Es gab nach einem Jahr viele Fragen. Das Wetter war nicht sehr freundlich, was uns aber nichts ausmachte.  Am frühen Nachmittag kamen wir in Montbrison auf dem Zeltplatz an. Leider war es sehr kalt und das Schwimmbad vom Zeltplatz blieb zu. Wir haben dann trotzdem das Beste daraus gemacht. Die Jungs spielten ganz lange Fußball. Abends grillten wir. Es hat sehr gut geschmeckt. Klaus hatte viele verschiedene Fleischsorten für uns. Dann ging es ins Bett. 

2. Tag: Buen Camino! Heute hatten wir ein Geburtstagskind: unsere liebe Sandra! Sie hatte letztes Jahr schon ihren Geburtstag mit uns gefeiert. Heute hatte es den ganzen Tag geregnet von morgens bis abends. Schon beim Frühstück mussten wir uns alle sehr eng unter eine Plane setzen, damit uns nicht das Wasser auf den Teller tropft. Heute war ein recht schwerer Tag. Anfangs ging es meist flach, aber ab dem Mittag ging es bergauf und bergab. Immer wieder das Gleiche. Wir haben viele Gespräche geführt und haben uns mit dem ein oder anderen angefreundet. Ich fand diesen Dienstag ziemlich anstrengend und die anderen meiner Meinung nach auch. Ich habe versucht die Gruppe zu motivieren. Die Gespräche haben uns vom anstrengenden Weg abgelenkt. Als wir ganz nass in der Unterkunft ankamen sind wir fast umgefallen. Die Unterkunft (St. Jean Solymieux) war mega schön oder besser noch "luxuriös". Wir haben abends dann auch noch richtig leckeres Essen bekommen. Eine sehr freundliche Herbergsmutter. Einige unserer Gruppe haben ihr etwas auf dem Klavier vorgespielt. Das hat sie sehr gerührt. Sie wollte gemeinsam mit der Gruppe am kommenden Tag ein Bild haben.

3. Tag: Der heutige Tag war sehr anstrengend. Es waren die meisten Kilometer der Woche. Wir mussten auch sehr viele Berge bezwingen. Wir waren heute auf dem höchsten Punkt auf dem Jakobsweg nach Le Puy. Nach einiger Zeit haben wir bemerkt, dass ein Junge verschwunden ist. Die Betreuer haben sich sehr viele Sorgen gemacht. Er war vor uns und wir haben ihn mehrere Stunden nicht wiedergesehen. Dann sind einige Betreuer zur Gendarmerie gefahren. Wir sind mit 2 Betreuern dann weitergegangen. Es war noch eine gefühlte Ewigkeit. Wir haben uns dann erst einmal ein großes Eis gekauft. Dann sind wir weiter zum Zeltplatz gegangen, wo der Junge auf uns wartete. Er ist einfach vorgelaufen und hat nicht gewartet. Wir waren überrascht und glücklich ihn wiederzusehen.  Dann haben wir bemerkt, dass zwei andere kleine Jungs weg sind. Sie wurden nach kurzer Zeit von einem Bauern zum Zeltplatz gebracht. Nach dem ganzen Stress haben wir dann erst um 23 Uhr Pizza gegessen und sind dann schnell schlafen gegangen. 

4. Tag: Heute sind wir vom Campingplatz in Usson-en-Forez weitergegangen. Morgens kamen wir nicht richtig voran. Es dauerte eine Ewigkeit, bis alle mal soweit waren, dass wir lospilgern konnten. Nach ein paar Stunden kamen die ersten Fragen "Wie lange noch?". Zum Glück war es nicht mehr weit. Wir hatten heute nur 17 km zu schaffen und nicht wieder fast 30 km. Als wir endlich angekommen sind, haben wir schnell die Zimmer aufgeteilt. Die Mädels mussten sich noch mehrmals umentscheiden. Als wir dann irgendwann eine Lösung hatten, sind wir ins Schwimmbad gefahren. Nicht alle wollten mit ins Wasser. Es hat richtig gut getan und wir hatten noch viel Spaß zusammen. Abends gab es dann Obstsalat und Lasagne. Vor dem Zubettgehen haben wir noch ein paar Süßigkeiten gegessen und mit der Gruppe noch Werwolf gespielt. Da hat vielen sehr viel Spaß gemacht und die Gruppe wünschte sich das Spiel an einem anderen Abend noch mal.

5. Tag: Wir starten den Tag in einer Bar mit einem typisch französischen Frühstück. Satt ging es dann wieder los. Wir mussten uns eincremen, singen und losgehen. Es war warm. Heute gingen wir sehr quengelnd in die Pause rein und wieder raus. Später kamen wir am Zeltplatz in St. Paulien an. Dann sprangen wir alle in den Pool hinein und zogen Saltos ins Wasser. Nach dem Grillen und einem leckeren Eis haben wir noch Liegestütze gemacht, Fußball gespielt und sind ins Bett gegangen.

6. Tag: Heute Morgen sind wir in einer Eiseskälte aufgewacht. Das Erste, was man am Morgen gehört hat war das Plätschern des Flusses. Wir haben in der Kälte trotzdem gefrühstückt. Nachdem alle Sachen gepackt waren, sind wir losgepilgert. Als wir schon ein Stück gelaufen waren, haben einige angefangen zu nörgeln und meckern. Als wir dann endlich am Campingplatz angekommen sind, haben wir erstmal ganz viel gegessen. Wir waren duschen und haben Wunden versorgt. Dann sind wir in die Stadt gegangen und haben uns Sachen gekauft. Währenddessen haben Betreuer die Pizza bestellt. Wir wollen eigentlich Essen gehen. Aber ohne Tischreservierung sind wir nirgends reingekommen. Abends haben wir noch einmal Werwolf gespielt.

7. Tag: Es geht wieder nach Hause. Wir freuen uns, dass alle den Weg gegangen sind und niemand aufgegeben hat. Es waren einige Tage, die sehr anstrengend waren. Andere Tage waren dann leichter. Irgendwie kann jeder in der Gruppe auf sich stolz sein es bis hierhin geschafft zu haben. Wir hatten ja zwei kleine Jungs dabei (7 und 8 Jahre). Was die geleistet haben war richtig klasse.

 
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