JOSEFSHAUS OLPE GRUPPE 2
19. August 2017
JUGENDHILFEZENTRUM BERNARDSHOF – GRUPPE MICHAEL
16. August 2017
Unterwegs auf dem ältesten Pilgerweg des Nordens

POBESTEY ST. JOSEF TABEN RODT

Unser Jakobsweg: Reinfeld – Zeven | Deutschland

INFOS

EINRICHTUNG
Propstey St. Josef Taben- Rodt

TEILNEHMERKREIS
7 Jugendliche aus verschiedenen Gruppen und ihre Betreuer

DATUM
18.08. – 24.08.2017

LAND
Deutschland

STRECKE
Rheinfeld – Zeven

KILOMETER
120 KM

FORTBEWEGUNGSART
zu Fuß

 

UNSER CREDO

Jedes Gehen auf unvertrauten Wegen ist eine Reise ins Vertrauen.
 
 
 

UNSERE ERFAHRUNG

Nach den ersten beiden Teilabschnitten auf dem Via Baltica (2015 von Wolgast bis Rostock; 2016 von Rostock bis Lübeck) ging es in diesem Jahr von Reinfeld (Nähe Lübeck) bis Zeven (oberhalb von Bremen). Wieder waren es fünf Pilgertage und wieder waren es 120 km. Mit sieben Jugendlichen!
Insgesamt hatten sich zum ersten Vortreffen im Frühjahr dieses Jahres 22 Jugendlichen interessiert gezeigt; Berufspraktika, Lehrverträge, z. T. auch gesundheitliche Probleme oder ganz einfach „ist doch nichts für mich!“,haben die Gruppe dann letztlich auf 7 Personen reduziert. Nun ja, es gibt auch „Spielregeln“ für unterwegs (z. B. kein Handy mitnehmen), die auf den ersten Blick nicht jedermanns Sache sind!
Und: auch in diesem Jahr haben sich die Jugendlichen wieder Sponsoren gesucht, die ihnen für jeden gelaufenen Kilometer einen kleinen Betrag geben. In den beiden letzten Jahren sind so immer +- € 400,00 zusammen gekommen, die wir einem sozialen Projekt (Flüchtlingsheim, Kinderklinik) zur Verfügung gestellt haben. So sollen unsere Jugendlichen lernen, dass auch sie in der Lage sind, anderen zu helfen. Wir vertrauen darauf, dass uns andere helfen; noch Schwächere können sich wiederum auf uns verlassen. So funktioniert Gesellschaft!Das Thema „Vertrauen“ stand in diesem Jahr auch über der gesamten Woche, die wir unterwegs waren:
„Jedes Gehen auf unvertrauten Wegen ist eine Reise ins Vertrauen!“
„Was vermittelt ihr eigentlich an christlichen Werten?“, werden wir oft kritisch hinterfragt. Nun, wir beginnen den Tag mit einem Tagesimpuls, den wir sowohl unterwegs als auch in der Abendrunde dann wieder aufgreifen. Die große Überschrift über die gesamte Woche war „Vertrauen“! Da wir Jungs aus sechs verschiedenen Wohngruppen dabei hatten, ging es am ersten Tag darum, sich besser kennen zu lernen. Jeder musste am ersten Abend „etwas Besonderes“ von einem Mitpilgerer berichten. Am zweiten Tag hatten die Jungen dann die Möglichkeit, sich selbst besser wahrzunehmen: gehe ich schnell oder langsam, wie spüre ich meinen Körper, welche Signale schickt er mir und wie gehe ich mit diesen Signalen um? Dem anderen Beachtung schenken, gut auf sich selbst achten und nun am dritten Tag ganz bewusst jemanden aus der Gruppe etwas Gutes tun! Eine, so stellen wir fest, für einige schon etwas ungewöhnliche und somit nicht ganz leichte Aufgabe. Aber auch hier konnten wir in der Abendrunde feststellen: Gutes tun muss nicht immer eine Riesenaktion sein; es sind oft auch nur die kleinen Gesten, die der andere als wohlwollend empfindet. Der letze Pilgertag stand dann unter dem Thema der Gesamtwoche: Vertrauen. Wo ist Vertrauen gewachsen, wem würde ich nach dieser Woche etwas anvertrauen, wem traue ich? Dies Frage musste nicht in der Abschlussrunde beantwortet werden; jeder konnte sie in sein persönliches Pilgerheft eintragen, in dem übrigens auch alle anderen Tagesaufgaben dokumentiert wurden.
In dieses „Pilgerbuch“ hatte zu Beginn der Pilgerwoche jeder auch seine persönlichen Ziele für diese Woche eingetragen. In dem noch ausstehenden Nachtreffen wird dann jeder berichten können, ob er sein persönliches Ziel erreicht hat und - wenn nicht - woran es gelegen haben könnte!Neben diesem inhaltlichen Teil der Woche gäbe es natürlich noch viel zu berichten: vom stundenlangen Regengüssen und vom strahlenden Sonnenschein, der diese schnell vergessen ließ; von wunderschönen Wegstrecken auf Holzpfaden durch Moorlandschaften; vom ältesten Pilgerweg des Nordens, der schon vor Christi Geburt als Handelsweg, von Napoleons Soldaten und von unzähligen Pilgern genutzt wurde, von denen oft viele nicht mehr in die Heimat zurückgekehrt sind; von der Wegstrecke entlang der Elbe mit den beeindruckenden riesigen Containerschiffen; von den schönen reetgedeckten Fachwerkhäusern im „Alten Land“; von den unzähligen netten Menschen in der Pfarreien, die uns Unterkünfte zur Verfügung stellten und in einem Fall sogar einen Willkommensgruß mit einem 50-€-Schein hinterlegten, damit wir uns ein zusätzliches Eis gönnen konnten!
Danke allen, die uns unterstützt und in Gedanken begleitet haben!
Und Danke für das herzliche Willkommen-heißen in Taben!

Jetzt nehmen wir das Pilgerprojekt 2018 in den Blick: von Bremen bis …

Bon Camino
Reinhard Köster, Rebecca Montes, Georg Stockhausen
 

UNSERE FOTOS

 
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