St. Ansgar – Kinderjugendhilfe Hildesheim – TEIL 1
23. Juli 2015
Unterwegs auf dem ältesten Pilgerweg des Nordens

PALLOTTINER JUGENDHILFE TABEN- RODT

Unser Jakobsweg: Rostock – Lübeck | Deutschland
 

INFOS

EINRICHTUNG
Pallottiner Kinder- und Jugendhilfe - Probstey St. Josef Taben-Rodt

TEILNEHMERKREIS
7 Jugendliche (12- 17 Jahre)

DATUM
Sommer 2015, 2016 und 2017

LAND
Polen und Deutschland

STRECKE
Via Baltica an der Ostsee - 2015: von Wolgast (polnische Grenze) nach Rostock; 2016: von Rostock nach Lübeck; 2017 (in Planung): von Lübeck nach Hamburg (jeweils 5 Tage und rund 120 bis 140 km)

FORTBEWEGUNGSART
zu Fuß

 

UNSER CREDO

Jedes Gehen auf unvertrauten Wegen ist eine Reise ins Vertrauen.
 
 
 

UNSERE ERFAHRUNG

Stundenlang laufen ohne Konsumablenkung
Es begann 2014. „Sollten wir mit unseren Jugendlichen nicht mal Pilgern gehen?“ Eigentlich verrückt: Jugendliche, die einerseits wenig Bezug zu religiösen Übungen, andererseits auch nicht unbedingt die bewegungsfreudigsten sind, zum Pilgern zu bewegen. Und - die Kolleginnen und Kollegen riss es auch nicht gerade vom Stuhl, als diese Idee erstmals ins Jugendhilfeteam eingebracht wurde.
Aber: „verrückte“ Ideen brauchen „verrückte“ Mitarbeiter, die von der Idee, der Sache überzeugt sind. Und das waren wir. Und wir waren zu dritt, wir waren beharrlich, sprachen Jugendliche an, denen eine solche intensive Aktion besonders gut tun würde. Wir machten uns Gedanken, welche Teilstrecke des Jakobsweges für uns die richtige sei und entschieden uns für die Via Baltica an der Ostseeküste. Reizarm - also stundenlang laufen, ohne Konsumablenkung! Überlegungen, wie ein Tagesablauf aussehen kann, welche Spielregeln gelten und anhand des „Outdoor-Pilgerführers“ Wegstrecken und Quartiere aussuchen. Tagespilgertouren bei uns in der Region von 8, 10 und letztlich 15 km zeigten uns, dass wir auch weitere Wegstrecken schaffen würden.
Nach einem Jahr Vorbereitung war es dann endlich soweit: Gemeinsam planen, gemeinsam losgehen, gemeinsam ankommen. Letzteres bedeutete vor allem: der Langsamste bestimmt das Tempo! Es bedeutete, dass, wenn einer nicht mehr kann, er die Unterstützung der Gruppe bekommen muss. Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, verstehen Lernen; an die eigenen Grenzen kommen und erfahren, dass man nach einem „Ich kann nicht mehr!“ auf einmal doch noch 8 km weitergehen kann. Und abends todmüde und mit schmerzenden Knochen, aber stolz auf einen gelungenen Tag zurückblicken!
Dass im zweiten Jahr (2016) alle Jugendlichen der ersten Pilgertour wieder dabei waren, zeigt, wie wichtig und wohltuend ihnen diese Erfahrung war.
Jetzt war das erste Vortreffen für den dritten Abschnitt 2017 von Lübeck bis Hamburg. 22 (!) Jugendliche kamen und wollen mitgehen! Wir waren überwältigt! Aber es zeigt: Es ist etwas in Bewegung gekommen bei uns!
 

UNSERE FOTOS

 
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